Case Study

Amplifon senkt Komplexität und Kosten durch ein intelligentes Datenmanagement und lückenlose Transparenz

Von der Klarheit der Datenströme bis hin zu einer effektiveren Governance und der Optimierung der Betriebskosten: Amplifon macht seine Organisation effizienter und nachhaltiger.

DIE Herausforderung

Aufbau einer Data Governance, die Transparenz und Kontrolle über die gesamte Plattform sicherstellt – für einheitliche, harmonisierte KPIs auf globaler Ebene

Das SZENARIO

Cloud-native Entwicklung als Motor für globales Wachstum

Amplifon ist als weltweit führender Anbieter im Hörgeräte-Einzelhandel in einem internationalen Marktumfeld tätig, das durch komplexe Anforderungen und eine hohe Dynamik in der Datenanalyse geprägt ist. Um diesem Tempo gerecht zu werden, setzt das Unternehmen auf eine Datenplattform, die nahtlos mitwächst, ohne Abstriche bei Zuverlässigkeit und Effizienz zu machen. In den letzten Jahren hat Amplifon seine Datenlandschaft grundlegend transformiert und den Wechsel von starren Legacy-Systemen zu einer modernen, cloud-nativen Architektur vollzogen.

Dieser Übergang sicherte nicht nur den laufenden Betrieb, sondern ermöglichte auch eine schnelle Skalierung der Analysen über verschiedene Märkte hinweg. Mit der steigenden Akzeptanz in den einzelnen Ländern und Fachbereichen hat sich der Fokus geschärft: Es geht heute nicht mehr nur um die reine Bereitstellung der Systeme. Im Vordergrund stehen nun eine gesteigerte Effizienz, ein nachhaltiges Kostenmanagement sowie eine präzise Harmonisierung der Daten. Ziel ist es, eine einheitliche Grundlage für Berichte, KPIs und Geschäftsanalysen zu schaffen und diese global konsistent zu verwalten.

die Lösung

Eine Plattform für schnellere Governance und effiziente KI

Gemeinsam mit Target Reply hat Amplifon eine Data-Governance-Lösung implementiert, die als zentrale Sichtbarkeits- und Steuerungsebene für das gesamte Datenökosystem des Unternehmens fungiert.

Die Plattform bietet eine lückenlose End-to-End-Transparenz über alle Datenflüsse und Nutzungsmuster. Sie schafft Klarheit darüber, wie Daten erzeugt, transformiert und konsumiert werden. Dank dieses Ansatzes können Teams die Architektur als großes Ganzes steuern, statt sich in der isolierten Verwaltung einzelner Assets oder Berichte zu verlieren.

Innerhalb dieser Ebene liefern Metadaten den verlässlichen Kontext für Analysen, die durch Künstliche Intelligenz unterstützt werden. Die Interaktion zwischen der KI und den Informationsbeständen basiert auf einer MCP-Architektur (Model Context Protocol). Diese stellt sicher, dass Metadaten strukturiert und kontrolliert an die KI-Agenten angebunden sind.

In diesem Modell fungiert ein MCP-Server als Schnittstelle, die Informationen kontrolliert bereitstellt. Spezialisierte Agenten nutzen diesen Kontext, um Abhängigkeiten zu analysieren, Transformationslogiken zu rekonstruieren und kritische Prozesse wie das Troubleshooting oder Impact-Analysen zu unterstützen. Sämtliche Vorgänge erfolgen unter strikter Einhaltung der Sicherheits- und Governance-Protokolle – einschließlich Single Sign-on (SSO) und rollenbasierter Zugriffskontrolle (RBAC). So ist garantiert, dass die Künstliche Intelligenz ausschließlich innerhalb der definierten Berechtigungen agiert.

Wie wir das geschafft haben

Von lückenloser Transparenz zu Effizienz, Harmonisierung und Optimierung

Unterstützt durch Target Reply hat Amplifon seine Strategie auf drei zentrale Säulen aufgebaut. Diese stellen eine effektive Governance sicher, ohne die geschäftliche Agilität zu bremsen:

  1. End-to-End-Sichtbarkeit und Data Lineage Durch das automatisierte Auslesen (Scanning) der Metadaten über die gesamte Datenplattform hinweg macht die Lösung alle Abhängigkeiten zwischen Tabellen, Transformationen, Pipelines und Berichten sichtbar. Diese Transparenz erlaubt es den Teams, die Auswirkungen von Systemänderungen präzise vorherzusagen. Dadurch werden die Fehlerbehebung (Troubleshooting), das Ticketmanagement sowie Impact-Analysen während der Entwicklung entscheidend beschleunigt.

  2. Gezielte Konsolidierung (Rationalisierung) Auf dieser fundierten Informationsbasis wurde ein strukturierter Optimierungsprozess gestartet, der Top-down- und Bottom-up-Analysen kombiniert. Einerseits identifiziert eine Ähnlichkeits- und Nutzungsanalyse Dubletten in Berichten und zeigt Konsolidierungspotenziale auf. Andererseits ermöglicht die vollständige Transparenz das gezielte Identifizieren und Entfernen von Tabellen und Pipelines, die keine aktiven Datenabnehmer mehr bedienen.

  3. Datenharmonisierung Die lückenlose Dokumentation der Datenherkunft (Lineage) und der Transformationslogiken erlaubt es, KPI-Definitionen länderübergreifend zu vergleichen, Diskrepanzen aufzudecken und deren Ursachen direkt zurückzuverfolgen. Dies erleichtert die schrittweise Angleichung an einen einheitlichen Standard-Datensatz. Dabei übernimmt die Künstliche Intelligenz die skalierbare Analyse großer Datenmengen, während die Verantwortlichen aus Business und IT weiterhin die Hoheit über alle strategischen Entscheidungen behalten.

Die Ergebnisse

Eine Governance, die langfristig messbaren Mehrwert schafft

Der Weg von Amplifon verdeutlicht, wie die gezielte Steuerung des Datenökosystems direkt in operative Vorteile umgemünzt wird. Dabei fungiert die Data Governance als entscheidender Wegbereiter für Verlässlichkeit und globale Skalierbarkeit.

Tiefgreifendes Verständnis der Datenströme: Abhängigkeiten und Nutzungsarten werden über die gesamte Plattform hinweg unmittelbar transparent und nachvollziehbar.

Reduzierter operativer Aufwand: Deutlich schnellere Ursachenforschung und Fehlerbehebung (Troubleshooting) sowie präzisere Impact-Analysen entlasten den Betrieb.

Fundament für die KPI-Harmonisierung: Abweichungen und Berechnungslogiken werden sichtbar, vergleichbar und lückenlos rückverfolgbar.

Effizienzschub durch Künstliche Intelligenz: Die KI beschleunigt die Umsetzung von Erkenntnissen in konkrete Maßnahmen und ermöglicht komplexe Analysen in jedem gewünschten Maßstab.

Amplifon ist ein italienischer Konzern mit Hauptsitz in Mailand und weltweiter Marktführer im Einzelhandel für Hörlösungen und entsprechende Dienstleistungen. Das 1950 gegründete Unternehmen ist heute in 25 Ländern mit einem Netzwerk aus 10.000 Fachzentren vertreten und beschäftigt global mehr als 20.600 Mitarbeitende. Das an der Borsa Italiana notierte Unternehmen erwirtschaftete im Jahr 2024 einen Umsatz von über 2,4 Milliarden Euro – schwerpunktmäßig durch den Vertrieb, die individuelle Anpassung und den Service rund um moderne Hörsysteme.

Target Reply ist ein Unternehmen der Reply Gruppe, das sich auf die Entwicklung von Lösungen in den Bereichen Big Data und Advanced Analytics spezialisiert hat. Das Expertenteam unterstützt Kunden ganzheitlich – von der Bedarfsanalyse über die Planung bis hin zur Implementierung maßgeschneiderter Lösungen. Dabei nutzt Target Reply modernste Technologien für die Datenintegration, Datenmodellierung und Predictive Analytics sowie innovative Tools aus den Bereichen Business Discovery und Big Data. Mit umfassender Projekterfahrung bei führenden nationalen und internationalen Konzernen verfügt Target Reply über tiefgreifende Expertise in den Branchen Telekommunikation, Finanzwesen und Fertigungsindustrie.