White Paper

Scaling AI in 2026

Eine aktuelle Umfrage unter den Kunden von Reply zeigt, wie KI Betriebsmodelle neu gestaltet und warum digitale Souveränität zur infrastrukturellen Grundlage für Innovationen in großem Maßstab geworden ist.

Neue Erkenntnisse der Entscheider

Die in diesem Bericht vorgestellten Ergebnisse basieren auf einer Ende 2025 durchgeführten Umfrage unter einem internationalen Panel von Führungskräften und Technologieexperten. Die untersuchte Stichprobe deckt bedeutende Volkswirtschaften in Europa und Amerika ab und umfasst ein breites Spektrum an Branchen – von Finanzdienstleistungen über Automobil und Einzelhandel bis hin zu Energie. Diese Vielfalt an Perspektiven ermöglicht eine präzise Nachverfolgung der Entwicklung von Unternehmensstrategien sowie der tatsächlichen Auswirkungen fortschrittlicher Automatisierung in großen globalen Organisationen.

Zeichen eines grundlegenden Wandels

Künstliche Intelligenz ist längst nicht mehr nur eine Sammlung isolierter Experimente, sondern eine umfassende, unternehmensweite Fähigkeit. Unternehmen bewegen sich von einer Phase einfacher Implementierung hin zu einer Phase der Orchestrierung, in der es darum geht, Systeme und Daten zu integrieren, um komplexe Prozesse effektiv zu steuern.

In diesem Szenario werden IT-Strategien nicht nur zur Steigerung der Effizienz überarbeitet, sondern auch, um sicherzustellen, dass die Infrastruktur, die KI unterstützt, gegenüber geopolitischen Einflüssen widerstandsfähig und souverän ist.

KI als Motor für bereichsübergreifende Innovation

„Die Einführung von KI ist mittlerweile allgegenwärtig und reicht von technischen Bereichen wie der IT bis hin zu Geschäftsbereichen wie Marketing, Vertrieb und Personalwesen. Dabei lassen sich zwei unterschiedliche Adoptionscluster erkennen: Kundenorientierte Sektoren setzen den Schwerpunkt auf Engagement, während industrielle Sektoren die betriebliche Effizienz priorisieren. KI entwickelt sich zu einem bereichsübergreifenden Enabler, der Produktivität und Reaktionsfähigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette steigert und die Logik isolierter Projekte überwindet.

Die Entwicklung hin zu agentenbasierter KI

Laut den erhobenen Daten markiert agentenbasierte KI den nächsten architektonischen Sprung. Es handelt sich dabei nicht nur um Automatisierung, sondern um Systeme, die in der Lage sind, mehrstufige Aufgaben eigenständig auszuführen und funktionale Silos zu vernetzen. Diese Technologie entwickelt sich zu einer einheitlichen Plattform für die durchgängige Orchestrierung von Geschäftsprozessen. Unternehmen passen ihre IT-Budgets an und planen strategische Investitionen, um diese Fähigkeiten zu fördern und die operative Agilität zu steigern.

Neugestaltung von Prozessen und Rollen

Die Integration von KI verändert die Struktur der Arbeit grundlegend. Rollen wandeln sich von der Ausführung manueller Aufgaben hin zu Überwachung, Validierung und Ausnahmehandling. Zwar sind die Vorteile in Bezug auf Geschwindigkeit und Kosteneffizienz spürbar, doch viele Unternehmen tun sich weiterhin schwer, die Auswirkungen auf den Umsatz zu beziffern. Die zentrale Herausforderung besteht daher darin, den Fokus von der Technologieeinführung auf das Management organisatorischer Veränderungen zu verlagern.

Digitale Souveränität als Grundlage für KI

Die Ausweitung von KI auf Unternehmensebene erhöht die kritische Abhängigkeit von Daten und Recheninfrastruktur. Da moderne KI einen kontinuierlichen Fluss sensibler Informationen benötigt, macht der fragmentierte geopolitische Kontext die IT-Strategie zu einer Säule der Sicherheit: Um sicherzustellen, dass intelligente Agenten ohne Risiko von Unterbrechungen oder Datenabfluss arbeiten, müssen Unternehmen auf widerstandsfähige und souveräne Architekturen setzen. Digitale Souveränität ist somit kein nebensächliches Thema, sondern die entscheidende Grundlage zum Schutz und zur Unterstützung missionkritischer KI-Operationen.

Zentrale Erkenntnisse aus den Umfrageergebnissen

Erfahrungen und gewonnene Erkenntnisse

Während Unternehmen von experimentellen Pilotprojekten zur unternehmensweiten Orchestrierung übergehen, verändern sich die Anforderungen an die Führung grundlegend. Die Verbindung von agentenbasierter KI mit dem Bedarf an digitaler Souveränität erfordert eine kohärente Strategie, die Geschäftsziele mit architektonischer Resilienz vereint. Die befragten Führungskräfte nannten ihre zentralen Prioritäten für die kommenden 12–24 Monate, um sicherzustellen, dass die Betriebsmodelle ihrer Unternehmen wettbewerbsfähig und sicher bleiben.

CEOs & Executives

betrachten KI als systemische Transformation des Betriebsmodells und etablieren die geteilte Verantwortung zwischen Business und Technologie.

CIOs & CTOs

modernisieren die Architektur, um die Orchestrierung agentenbasierter KI zu unterstützen und stärken gleichzeitig digitale Souveränität sowie Resilienz gegenüber geopolitischen Risiken.

Data Leaders and CDOs

bauen eine einheitliche, hochwertige Datenbasis und Governance-Struktur auf, um verteilte Intelligenz und Agentenkoordination zu ermöglichen.

Business Unit Leaders

gestalten hochfrequente, mehrstufige Arbeitsabläufe neu, um Mensch-KI-Zusammenarbeit zu integrieren, mit Fokus auf „Product Thinking“ für KI-Fähigkeiten.

Die nächste Transformationsphase gestalten

„Die Umfragedaten zeigen, dass Unternehmen derzeit an der Schnittstelle von drei unterschiedlichen Transformationen stehen: der unternehmensweiten Skalierung von KI, dem Aufkommen agentenbasierter KI zur Orchestrierung von Workflows und dem Übergang zu souveränen, resilienten IT-Strategien. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die nächste Reifephase nicht durch bloße Einführung definiert wird, sondern durch die Fähigkeit, diese Kräfte in ein kohärentes Betriebsmodell zu integrieren. Der Bericht zeigt, dass die Priorität für die kommenden Jahre darin liegt, ein Unternehmen aufzubauen, das Intelligenz sicher über Workflows, Datensysteme und Grenzen hinweg orchestrieren kann.