Research

Sovereign Cloud im Finanzdienstleistungssektor

Wie Europas Finanzinstitute ihre Cloud-Strategie neu ausrichten – zwischen strenger Regulierung, Geopolitik und digitaler Souveränität. Die wichtigsten Kernbotschaften aus der dritten Ausgabe des Berichts „Cloud in Financial Services“.

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Souveränität im Fokus

Reply begleitet den europäischen Finanzsektor bereits seit Jahren bei der Cloud-Transformation. Die dritte Ausgabe des Berichts „Cloud in Financial Services“ liefert nun eine Bestandsaufnahme zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Spielregeln grundlegend ändern: Finanzinstitute verlagern mittlerweile selbst geschäftskritische Anwendungen in die Cloud.

Mit der intensiveren Nutzung steigt jedoch auch die Abhängigkeit von US-Hyperscalern – ein Zustand, der das Thema der digitalen Souveränität mit jeder neuen regulatorischen Initiative weiter anheizt. Unser Report beleuchtet, wie Institute in diesem Spannungsfeld agieren. Wo liegen die größten blinden Flecken? Und welche Strategien versprechen tatsächlichen Erfolg?

Projekterfahrung, Branchenstimmen & gezielte Analyse

Für diese Analyse wurden mehr als 1.500 Cloud-Projekte im Finanzsektor ausgewertet. Zudem flossen eine Umfrage unter 60 Instituten in der EU und im Vereinigten Königreich sowie Interviews mit Top-Entscheidern (C-Level) aus dem Banken-, Versicherungs- und Vermögensverwaltungssektor in den Bericht ein. Ergänzt wird die Datenbasis durch strategische Einblicke von Branchenführern wie BNP Paribas, AXA und Union Investment.

Fünf Trends, die die europäische Finanzbranche jetzt prägen. Die wichtigsten Ergebnisse unseres Reports im Überblick.

Cloud-Infrastruktur ist strategisch unverzichtbar.

Trotz steigender Kosten und strengerer regulatorischer Vorgaben bleibt die Cloud bei ganzheitlicher Betrachtung der entscheidende Erfolgsfaktor. Sie bietet nicht nur Skalierbarkeit und Raum für Innovationen – allen voran im Bereich der Künstlichen Intelligenz –, sondern sichert auch die Zukunftsfähigkeit der Institute. Selbst bei kritischen Anwendungen sorgt sie dafür, dass gesetzliche Anforderungen an Resilienz und digitale Souveränität nahtlos erfüllt werden.

Souveränität ist Pflicht und Kür zugleich.

Für 48 Prozent der befragten Institute gehört das Thema Souveränität zu den drei größten Herausforderungen – das ist mehr als doppelt so viel wie noch im Jahr 2023. Doch während der regulatorische Druck diese Entwicklung beschleunigt, liegt es auch im eigenen Interesse der Finanzhäuser, proaktiv an der Gestaltung und Förderung europäischer souveräner Cloud-Lösungen mitzuwirken.

Resilienz wird zum entscheidenden Kriterium.

Bei der Auswahl von Cloud-Anbietern spielt Resilienz eine immer zentralere Rolle. Ein kritischer Punkt wird dabei jedoch nach wie vor vernachlässigt: Wie tragfähig sind die Ausstiegsstrategien (Exit-Strategien) der Institute in extremen Stressszenarien? Hier gibt es noch erheblichen Nachholbedarf.

Großunternehmen setzen auf zukunftssichere Multi-Cloud-Strategien.

Erfolgreiche Ansätze kombinieren die Reichweite internationaler Hyperscaler mit der Flexibilität lokaler Anbieter. Die entscheidenden Erfolgsfaktoren hierfür sind technologische Agilität und der gezielte Aufbau von starkem internem Know-how.

Kleinere Institute im Vorteil: Cloud-Spezialisten als strategischer Hebel.

Kleinere Finanzinstitute verfügen oft über weniger Ressourcen und eine geringere Cloud-Reife. Doch genau das erweist sich als Chance: Die Hürden für den Wechsel zu europäischen Cloud-Anbietern sind bei ihnen deutlich niedriger – und die Aufsichtsbehörden honorieren diesen Pioniergeist. So wird eine vermeintliche Schwäche zum echten Wettbewerbsvorteil.

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