AR & VR: Entwickeln Sie nicht am Anwender vorbei

Ist Ihre VR-Anwendung Consumer-centered?

Die wilden Ideen der Tech-Enthusiasten

Irgendwann kommt eine neue Technologie an den Punkt, an dem sie sich im Hype-Cycle ganz oben befindet, sich Early Adopter, Journalisten, Tech-Fans und Unternehmen daran machen, eine enorme Bandbreite an potenziellen Use Cases für eben diese Technologie auszudenken. An diesem Punkt befinden sich seit einiger Zeit die immersiven Technologien Augmented, Virtual und Mixed Reality (AR, VR und MR): die Ideen, was mit diesen Technologien umgesetzt werde könnte, sind vielfältig – sie reichen von Shopping-Erlebnissen, bei denen Kleidung in der virtuellen Realität anprobiert werden kann bis hin zu Operationen bei denen sich Arzt und Patient dank immersiver Technologien auf unterschiedlichen Kontinenten befinden können.

Die pragmatische Welt der Anwender

Zwischen Idee und Wirklichkeit liegt jedoch häufig ein weiter Weg – und hierbei sind nicht vordergründig die Hürden bei der technischen Umsetzung das beherrschende Thema. Vielmehr geht es darum, zeitgemäße VR- und AR-Anwendungen zu entwickeln; Anwendungen, die sich nahtlos in die alltäglichen Verhaltensmuster der Verbraucher einfügen. Neue Technologien können am besten etabliert werden, wenn sie zunächst so aufgesetzt sind, dass sich die Anwender nicht aus ihrer Komfortzone hinausbewegen müssen: Können sie die Endgeräte und Anwendungen, die sie aus ihrem Alltag bereits kennen, weiterhin nutzen, sind die Hürden für Neues am niedrigsten – auch wenn das bedeutet, dass für einen Use Case nicht die am weitesten fortgeschrittene Technologie zum Einsatz kommt.

Der Weg zum Erfolg liegt in der Einfachheit

Nicht ohne Grund verzeichnen Google Cardboard oder Snapchat-Filter hohe Anwenderzahlen, obwohl sie das volle Potenzial von VR und AR gar nicht ausschöpfen. Die Einstiegshürden für die Nutzung sind einfach sehr gering. Für eine Google-Cardboard-Brille bezahlt man rund zehn Euro und sie funktioniert in Kombination mit dem eigenen Smartphone als VR-Brille. Das selbe gilt für Augmented-Reality-Anwendungen, die über die App Snapchat ausgespielt werden. Der Anwender benötigt auch hier lediglich sein Smartphone als Endgerät und die Nutzung von Snapchat gehört für rund 186 Millionen User sowieso zu ihrem Alltag. Daher sind es aktuell simple Marketing-Kampagnen, die die größten Erfolge einstreichen können.

AR- oder VR-Applikationen für den Alltag entwickeln


Stellen Sie den Mehrwert in den Mittelpunkt

Stellen Sie den Mehrwert in den Mittelpunkt

Bis VR und AR als eigenständige, autarke Systeme genutzt werden können, ist es noch ein weiter Weg. Aktuell sind die Hürden einfach noch zu hoch, angefangen beim Preis, über die Hardwareanforderungen, Größe und Gewicht bis hin zum Thema Kabelgebundenheit – um nur einige zu nennen. Daher sollten Sie sich darauf konzentrieren, mit den vorhandenen Mitteln einen Mehrwert zu schaffen. Ein guter Ansatz kann es sein, digitale Inhalte um immersive Erfahrungen zu erweitern, beispielsweise, um dem Kunden die Möglichkeit zu geben, Schuhe virtuell anzuprobieren oder Möbel via Augmented Reality in ihr Wohnzimmer einzufügen. So können Konsumenten bereits vor dem Kauf testen, ob ein Paar Schuhe dem gewünschten Stil entspricht oder ein Möbelstück die geeigneten Maße hat und zur bereits vorhandenen Einrichtung passt. Wichtig ist es also, zunächst die Bedürfnisse des Nutzers zu identifizieren und die Frage in den Mittelpunkt zu stellen, welcher Mehrwert einem Kunden mit einer VR- oder AR-Anwendung geboten werden kann – oder einfach gesagt: Fragen Sie sich immer, was Sie mit einer Anwendung erreichen möchten.

Lernen Sie Ihre Zielgruppe und ihre Bedürfnisse kennen

Lernen Sie Ihre Zielgruppe und ihre Bedürfnisse kennen

Die Anwendung muss nah an der Zielgruppe entwickelt werden, um sinnvollen Nutzen stiften zu können. Beispielsweise haben verschiedene Altersgruppen eine unterschiedliche Affinität zu Technologien und auch innerhalb einer Altersgruppe kann Technikaffinität stark variieren. Die beste Anwendung mit vielen Features nützt nichts, wenn die Zielgruppe sie wegen eines zu komplexen Interfaces oder zu vielen unklaren Funktionen nicht versteht und bedienen kann - Frust und Resignation sind die Folge. Das zieht nicht nur eine Abwertung der Technologie und der Anwendung an sich nach sich, sondern hat unter Umständen auch einen faden Beigeschmack in Bezug auf das Produkt beziehungsweise die Marke zur Folge.

Entwickeln Sie zusammen mit einem Experten

Entwickeln Sie zusammen mit einem Experten

Infinity Reply entwickelt maßgeschneiderte Lösungen, die die Kundenbedürfnisse aufgreift, umsetzt und letztendlich Kaufentscheidungen vereinfacht. Infinity Reply ist das auf innovative XR-Lösungen spezialisierte Professional-Services-Unternehmen der Reply Gruppe. Infinity Reply agiert technologie- und branchenunabhängig und bietet seinen Kunden spezifische, auf den jeweiligen Use Case beziehungsweise die jeweiligen Rahmenbedingungen optimierte XR-Lösungen. Das Portfolio beinhaltet Beratung, Design & Entwicklung, Content-Produktion sowie Rollout & Support von XR-Lösungen.

Infinity Reply ist auf 3D Visualisierungen und die Entwicklung maßgeschneiderter XR-Lösungen spezialisiert. Basierend auf den neuesten VR-, AR- und MR-Technologien sowie 3D-Visualisierungslösungen ermöglicht Infinity Reply innovatives Storytelling und interaktive Produktkommunikation. Das Portfolio umfasst XR-Beratungsleistungen, die Entwicklung kreativer und technologischer Konzepte, die Produktion und Implementierung von Inhalten auf Basis etablierter Technologien, Datenformate und Interaktionsgeräte. Mögliche Anwendungsbereiche sind Produktdesign und -entwicklung, Marketing und Vertrieb, Training und Service sowie Entertainment.