OKTOBER 2016

Klicken Sie hier, es ist Native Advertising!

Wie viele Tabs haben Sie in Ihrem Browser geöffnet? Wie viele verschiedene Seiten sehen Sie jeden Tag im Internet? Auf jeder davon befindet sich normalerweise mindestens eine Werbeanzeige.

Es gibt kein Entkommen!

​​​Deshalb installieren immer mehr Benutzer Werbeblocker-Software, um laute und störende Anzeigen zu vermeiden, während sie im Web surfen. Sie zwingen sogar Gerichte dazu, sich damit zu befassen.​​

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AdBlock this! Quelle: Ads Of the Word

Webseiten ohne Werbung: Warum gibt es das noch nicht überall?

Die Situation entwickelt sich noch, wobei die Verbreitung durch Mund-zu-Mund-Propaganda und die starke Nutzung von Mobilgeräten vorangetrieben wird. Es gibt vollkommen werberesistente Browser und sogar Tools, die jede Anzeige durch ein Kunstwerk ersetzen.

Also keine Werbung mehr. Das ist eine gute Sache, oder?

Nicht so voreilig. Die Ausgaben für Werbung nehmen zu, selbst angesichts von neuen Gegenspielern wie Werbeblockern und Bots. Darum brauchen wir Innovationen und neue Ideen. Die Frage ist: Warum ist Online-Werbung so störend?

Weil sie uns dabei unterbricht, wenn wir uns etwas ansehen wollen.

Beim Native Advertising ist das anders: „Native Ads“ sind kontextbasiert und werden von der Marke bezahlt; sie fügen sich perfekt in die Nutzererfahrung ein, indem sie sich an die natürliche Form der Medien anpassen. Dafür gibt es bereits einige tolle Beispiele, wie den von Netflix gesponserten Artikel der New York Times, der für die neue Staffel der Serie Orange is the New Black wirbt, Mashables Untersuchung zur mobilen UX, die von MasterCard präsentiert wird, der von Netflix unterstützte ausführliche Artikel über die Zukunft des Fernsehens auf Wired und die Serie „Working Better“ von Xerox und The Atlantic.

Aber ist das nicht einfach ein „Advertorial“?

​Native Ads müssen zum redaktionellen Stil der Publikation passen und Informationen bieten, die das Publikum erwartet. Sie sind bezahlt, fügen sich aber unauffällig in die Publikation ein. Natürlich ist es eine Sache des Rufes und der Integrität für den Herausgeber, alle beteiligten Unternehmen zuverlässig anzugeben. Beim Content-Marketing wird die Marke zum Herausgeber: Zum Beispiel EniDay, die eigenständige Storytelling-Plattform von Eni; Ideas That Travel, eine Partnerschaft von TED und Qantas, und die bekannte Facebook-Seite Humans of New York, aus der sich eine komplette Produktpalette entwickelt hat.

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​Native Ads passen sich in Form und Funktion an. Quelle: Think with Google

Also ist es Werbung, aber ohne Werbung?

Richtig. Auch weil soziale Netzwerke Ihnen gut formatierte Inhalte bieten, um Ihnen die besten Artikel und Geschichten zu zeigen, wie Facebooks Instant Articles, iAd News von Apple und Googles AMS-Projekt, und das vor billigen Clickbaiting-Inhalten.​

Da erkennt man ein Muster.

Genau. Jedes Unternehmen wird zu einem Medienunternehmen. Und, was vielleicht noch wichtiger ist, einige Medienunternehmen verkaufen ihre Erfahrung, um sie zu unterstützen. Beispielsweise wurde RedBull mit dem RedBull Media House zum Herausgeber, während viele bekannte Zeitungen mit gutem Ruf, Fähigkeiten und Ressourcen interne Start-ups geschaffen haben, die Marken bei der Veröffentlichung von Inhalten unterstützen. Beispiele dafür sind BrandStudio von der New York Times, die GuardianLabs von The Guardian, StoryWorks von der BBC und Kinection von Bloomberg.​​​​

Genau. Jedes Unternehmen wird zu einem Medienunternehmen.

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Was kommt als nächstes?

Herausgeber werden zu Agenturen, Tech-Unternehmen agieren nun wie Herausgeber – in jedem Fall kommt es auf die Inhalte an. Das aktuellste Beispiel ist Amazon Prime, das ab dem 18. November Grand Tour präsentiert, eine brandneue Serie mit Jeremy Clarkson, dem Star der früheren BBC-Sendung Top Gear, und seinem Team. Diese Show wird ihre eigene Plattform haben, genannt DriveTribe, auf der Autoliebhaber Meinungen und Kommentare zu Automarken austauschen können. Sie können darauf wetten, dass es dort Native Ads geben wird. Wenn das gut gemacht ist, wird man es nicht einmal bemerken.

Ich bin schon sehr gespannt!

Also bleiben Sie dran und wir sehen uns bei den nächsten R20 von Reply!

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